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Die Stawen sind 2,30m bis 2,40m große, glatzköpfige Humanoide mit grünbrauner Haut und sind ein Abkömmling der Menschen. Sie gehören zu den Synthetikern. Sie sind muskulös, besonders auf den Beinen, und daher sehr stark. Theoretisch können sie einen ausgewachsenen Menschen mit einem einzigen wuchtigen Tritt töten. Ihre Füße sind groß un verhornt. Stawen sind gute Schwimmer und können bis zu einer Viertelstunde lang die Luft anhalten. Beim Rennen sind sie jedoch recht langsam. Sie besitzen genetisch verbesserte Nachtsicht. Ihre Stimmbänder sind länger als bei anderen Humanoiden, weswegen sie tiefe und dunkle Stimmen haben. Ihre Rasse existiert seit einigen Talessa-Jahrhunderten.

Die Stawen sind temperamentvoll, ehrgeizig, aggressiv und gerissen. Sorgfalt und Ästhetik liegt ihnen weniger. Sie besitzen einen hohen Drang nach Unabhängigkeit, der sich auch in ihrem traditionellen Atheismus niederschlägt. Paradoxerweise sind sie jedoch überproportional oft im Militär zu finden. Ihr inneres Feuer treibt sie vorwärts und spornt sie zu großen Taten an, ob gut oder schlecht. Ihr Temperament kombiniert mit ihrer Körpergröße und Kraft ist der Grund, warum sie in den meisten Teilen der Galaxis gefürchtet werden. Sie lenken üblicherweise überall, wo sie auftauchen, große Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur wegen ihren körperlichen Eigenschaften, sondern auch, weil sie mit dem Stawenreich in Verbindung gebracht werden. Manche von ihnen sind sich dieser Tatsache bewusst und setzen dieses Image zu ihren Zwecken ein.

Ursprünglich wurden sie von den Menschen als die perfekte Raumfahrerspezies geschaffen. Ihr Entdeckergeist, ihre Physis und ihr starker Wille sollte ihnen dabei gute Dienste leisten. Sie wurden von ihren Schöpfern als großer Erfolg angesehen und mit Preisen überhäuft. Solange, bis sie sich eines Tages gegen ihre Erschaffer wandten.

Stawen mögen es nicht, hässlich genannt zu werden. Viele sind mit ihrer Haarlosigkeit unzufrieden und fühlen sich gekränkt, wenn Anspielungen auf das Aussehen gemacht werden. Deswegen tragen auch sehr viele von ihnen Perücken, vor allem unter den Jungen ist es in. Andere tragen ihre Glatze mit Stolz. Ursprünglich wurden die Stawen haarlos erschaffen, weil das die Dekontamination erleichtert. Inzwischen, mit den moderneren Methoden, ist das aber weniger relevant.

Als Gegenkultur zu dem traditionellen Atheismus hat sich bei einigen Stawen, vor allem unter Soldaten, der sogenannte Blutkult herausgebildet. Dieser besagt, dass beim Trinken des Blutes eines Feindes ein Teil der Essenz dieser Person auf einen selbst übergeht. Das erste Mal Blut zu trinken wird wie eine Art Taufe wahrgenommen. Allerdings wird dieser Kult bei Vorgesetzten des stawischen Militärs alles andere als gerne gesehen.
Es gibt auch eine ganze Menge andere Sekten.

Eine Tradition ist es, Verstorbene in durchsichtige Kunstharzblöcke einzugießen und sie dann in einen geostationären Orbit zu bringen. Sie denken, dass die Toten dann über die Lebendigen wachen. Diese Tradition verursacht einige Probleme im Raumverkehr, aber die Bevölkerung lässt sich davon nicht abbringen.

Ein altes Symbol ist die Darstellung des Brambatiers, das eine spiralförmige Kalkschale besitzt. Das Symbol hat mehrere Bedeutungen. Es ist das Logo eines Naturparks in der Nähe von Testa und steht für die kulturelle Epoche "Bierdemeier neu", in der die Stawen versucht haben, diesen alten, menschlichen Lebensstil zu imitieren. Vor allem die Medien hatten diese Entwicklung vorangetrieben. Allerdings hat sich diese Strömung nie wirklich durchsetzen lassen, da den Stawen das Wesen der damaligen Menschen doch zu fremd war. Das Bramba-Symbol taucht in der stawischen Kultur immer wieder auf und ist mittlerweile zu einer Art Wappen für die Stawen im Generellen geworden.

Gewalt ist bei den Stawen nicht so verpönt wie bei anderen Zivilisationen. Natürlich wünschen sie den Frieden, aber sie sehen es als gerechtfertigt zurückzuschlagen, wenn ihre Rechte verletzt werden. Teilweise beruht diese Einstellung auf der Legende von Towaner, und ihr leidenschaftliches Temperament spielt sicher auch eine Rolle. Aber hauptsächlich liegen die Wurzeln dieser Denkensweise in der Unterdrückung in der Vergangenheit, in der Gewöhnung an die Gewalt.

Stawen sind nicht nur gut darin, sich im Wasser fortzubewegen, sie tun es auch gerne. Deswegen siedeln sie auch bevorzugt auf wasserreichen Welten.