Der Krieg, der im Jahre 3013 zwischen Galaktareich und Stawenreich tobt. Der Synthetikerkrieg ist absolut erbarmungslos. Mit der Zeit wurden die eingesetzten militärischen Mittel immer grausamer und brutaler, alle früher beschlossenen Waffengesetze von beiden Parteien über Bord geworfen. Relativistische Waffen und Neutronaten werden immer wieder eingesetzt, solange es so gemacht werden kann, dass die Bevölkerung nicht zu sehr dagegen protestiert. Das Galaktareich beweist aber tendenziell mehr Zurückhaltung als das Stawenreich, da seine Bevölkerung friedliche Zustände gewohnt ist - etwas, das bei den meisten Mitgliedern des Stawenreichs aufgrund der früheren Unterdrückung nicht der Fall ist.

Die Wurzeln des Synthetikerkriegs liegen in der Ratsstruktur des Galaktareichs. Einst, vor vielen hunderten Jahren war das Galaktareich ein umfassender Staat der Natürlichen. Die vier Hauptplaneten Erde, Talessa, Omardan und Fuitschant besaßen umfassende Vetorechte. Doch mit der Zeit wurden die Synthetiker immer zahlreicher und spielten eine immer größere Rolle. Die Vetorechte verblieben aber bei den großen Vier, die fast nur von Natürlichen bewohnt waren und deswegen auch vor allem die Interessen der Natürlichen wahrten. Die Synthetiker, vormals geschätzt, verarmten und wurden zu Bürgern zweiter Klasse. Die Natürlichen begannen, sich als wertvoller anzusehen, da sie nicht im Labor sondern durch die natürliche Evolution entstanden waren. Deswegen seien sie besser, naturgerechter. Bei den Synthetikern kam es zur Ghettoisierung. Arbeit fanden sie oft nur in Fabriken, zu einem Hungerlohn. Die Befriedigung der Grundbedürfnisse war zuweilen nicht mehr möglich. Oftmals lebten reiche Natürliche direkt neben ihren armen Synthetiker-Nachbarn. Doch nicht alle Synthetiker verarmten. Synthetiker-Planeten wie Zolk wurden zur Lokomotive der galaktischen Wirtschaft, während gleichzeitig der Leidensdruck auf die Bevölkerung immer mehr zunahm. Das Galaktareich versuchte teilweise, diesen Umständen ein Ende zu bereiten. So wurde in der Verfassung festgeschrieben, dass den Synthetikern die gleichen Rechte zustünden wie den Natürlichen. In der Praxis scheiterten die Reformer jedoch an den großen Vier und der Korruption, die sich im Rat immer mehr ausbreitete. Bis es erstmals auf Valerio zur Revolution kam, bald gefolgt von Zolk, und in kürzester Zeit ein Flächenbrand durch die Galaxie tobte. In Folge dieser Revolution wurde das Stawenreich geboren, das sich geschworen hatte, der systematischen Unterdrückung ein Ende zu bereiten und das Galaktareich in die Knie zu zwingen. Innerhalb weniger Jahre erreichte das frischgebackene Stawenreich, bestehend aus einer Handvoll Planeten, die Unabhängigkeit. Da es dem Galaktareich billiger kam, und es unter internen Problemen litt, wurde das Stawenreich zunächst ignoriert. Das Stawenreich wuchs allmählich heran, und gewann stetig immer mehr Verbündete. Schließlich ging es in die Offensive und das Resultat war der Synthetikerkrieg.